Text Ruedi Perren
Suzanne Salvisberg war über 36 Jahre lang Mittelschullehrerin, bereits während dem Studium mit teils längeren Stellvertretungen in den Fachbereichen Französisch und Geschichte, an fast allen Gymnasien des Kantons Bern. Schon damals setzte sie sich für eine hohe Qualität ihres Unterrichts ein. Ihre erste Festanstellung begann 1988 am Schulstandort Thun Seefeld für ein Französischpensum am damaligen Kantonalen Arbeitslehrerinnenseminar. In ihrer gesamten anschliessenden Berufslaufbahn hielt sie dem Seefeld die Treue, mit einem Pensenausbau in ihrem Zweitfach Geschichte, zusätzlich am Lehrer:innenseminar und schliesslich – nach der Mittelschulreform – am Gymnasium und an der Fachmittelschule Thun.
Ein Meilenstein für die Schule und für Suzanne Salvisbergs Karriere bedeutete der Start mit «Histoire», d.h. mit Geschichtsunterricht in französischer Sprache. Sie musste einen Grossteil der Unterrichtsmaterialien selber erarbeiten und leistete dafür Pionierarbeit. Ihr besonderer Einsatz wurde auch in diesem Bereich von den Schüler:innen und im Kollegium sehr geschätzt.
Hierzu die Rückmeldung einer Schülerin: «Frau Salvisberg war immer extrem motiviert für ihr Fach und verstand es gut, uns damit anzustecken. Ihr waren vor allem Dinge wichtig, die wir für unser ganzes Leben verwenden können und nicht nur für den Unterricht (z.B. politische Ereignisse hinterfragen und verstehen, Problemlöseverhalten usw.)».
Mit ihren breit gefächerten Interessen, z.B. mit einer Zusatzausbildung im Bereich Theater, bereicherte Suzanne Salvisberg ihren vielfältigen Unterricht mit interdisziplinären Inhalten. Ihren Schüler:innen vermochte sie überzeugend zu vermitteln, dass Qualität nur mit höheren Ansprüchen an sich selbst erreicht werden kann. Als Klassenlehrerin widmete sie sich ihren Schüler:innen mit viel Verantwortungsbewusstsein und menschlicher Nähe, mit dem Ziel der Entwicklung zur Selbständigkeit.
Liebe Suzanne, einer deiner Leitsprüche lautet: «Schön, wenn man etwas von der Arbeit sieht.» – Ja, auch wir sahen und spürten viel von deiner wertvollen Arbeit auf verschiedenen Ebenen an unserer Schule und sind dir sehr dankbar dafür!
Gerne schliesse ich mich den würdigenden Schlussworten der Schüler:innen an: «Wir wünschen Frau Salvisberg, dass sie trotz Ruhestand viel Energie für Unternehmungen hat und ihren Humor beibehält. Wir wünschen ihr alles Gute und bedanken uns für die lehrreichen und unterhaltsamen Schuljahre mit ihr. Wir mochten sie sehr.» Merci beaucoup, chère Suzanne!

















































