Editorial

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Vernetzt


Vernetzt


Im Rahmen des Primaprojektes des 24g-Jahrgangs mit Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten entstanden unter der Leitung von Katharina Suhr und Katharina Karras 17 verschiedene Projekte zum Thema «vernetzt»

 

Text Katharina Karras

Fotos Samuel Rauber, Janick Sommer, Katharina Karras

 

Soziale Netzwerke, Informationsflüsse, Internet der Dinge, Fang-, Verkehrs- oder Einkaufsnetze, Ökosysteme, Erinnerungen, Zwischenräume und Galaxien … Das diesjährige Thema des Primaprojektes lies viele verschiedene inhaltliche Anknüpfungspunkte für die Schwerpunktfachklasse zu.

 

Wir hatten das Glück, die Berner Textilkünstlerin Monika Künti für einen praktischen Einstieg in das Projekt am 30. Januar 2024 zu gewinnen. Sie zeigte sowohl diverse handwerklich-technische als auch künstlerische Handlungsstrategien auf. Im Anschluss waren die Schüler:innen mit der Freiheit des Projektes konfrontiert. Alleine oder in Teams näherten sie sich Fragen zum Thema, die sie beschäftigen, und entwickelten von Woche zu Woche eine eigens konzipierte künstlerische Arbeit. Dabei waren sie in der Wahl der Materialien und Techniken freigestellt und bezogen von Anfang an auch Überlegungen zu einem spezifischen Ausstellungssetting auf dem grosszügigen Gelände des Seefeld-Areals mit in ihre gestalterischen Entscheidungen ein.

 

Acht Wochen später, am Abend des 26. März, wurden alle 17 entstandenen Projekte dem Publikum unserer Schule und interessierten Freunden und Familien präsentiert. Die Bandbreite reichte von Performances, die das Publikum zur Interaktion aufforderten, indem zum Beispiel Grenzen aus Papier zu überschritten werden mussten. Eine Videoinstallation führte kritisch die Abhängigkeit und das Ablenkungspotenzial von Social Media bewusst vor und in poetischen Arbeiten wurde die Essenz sozialer Gemeinschaft durch geteilte Geruchserinnerungen oder die verbindenden, allabendlichen Blicke in die Hinterhoffenster anonymer Nachbarn thematisiert.

 

Eine Jury, bestehend aus Anouk Graf (Schülerin des Schwerpunktfaches BG des 25g-Jahrgangs), Janine Strasser (BG-Lehrperson) und Niklaus Schefer (Schulleitungsmitglied und Lehrperson für Philosophie) prämierten drei ausgewählte Projekte. Die Schmuckkollektion «La RETE« von Jovita Lanz wurde aufgrund ihrer akribischen handwerklichen Expertise als auch ihres professionellen Displays gekürt, das der Präsentation eines aufstrebenden Produktdesign-Startups in nichts nachstand. Die Arbeit «Jenseits» von Nastia Horvath lockte die Zuschauer:innen in ein futuristisches Verwaltungszimmer, in dem man mittels eines Umfragebogens und einer Bild-KI über die persönliche Zukunft nach dem Tod informiert wurde. Die Polemik und die Tiefgründigkeit als auch die filmische Inszenierung in kühlem Weiss begeisterten die Jury. Die Perfomance «Fäden der Macht» von Aschwini Kuberakumar überzeugte die Jury durch die bewusst gestaltete Ohnmachts-Beziehung zwischen konsumierendem, handlungsbefugtem Publikum und der steuerbaren Künstlerin, die hier in die offen gehaltene Position einer traurigen Marionettenpuppe schlüpfte. Die ausgezeichneten Schülerinnen erhielten nebst der symbolischen Wertschätzung und viel Applaus Gutscheine der Stadt Thun. Der Abend wurde kulinarisch durch ein «ausgesponnenes» Büffet abgerundet, welches die Klasse mit viel Engagement und dem Thema «vernetzt» entsprechend vorbereitete.

 

 

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Vernetzt


Im Rahmen des Primaprojektes des 24g-Jahrgangs mit Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten entstanden unter der Leitung von Katharina Suhr und Katharina Karras 17 verschiedene Projekte zum Thema «vernetzt»

 

Text Katharina Karras

Fotos Samuel Rauber, Janick Sommer, Katharina Karras

 

Soziale Netzwerke, Informationsflüsse, Internet der Dinge, Fang-, Verkehrs- oder Einkaufsnetze, Ökosysteme, Erinnerungen, Zwischenräume und Galaxien … Das diesjährige Thema des Primaprojektes lies viele verschiedene inhaltliche Anknüpfungspunkte für die Schwerpunktfachklasse zu.

 

Wir hatten das Glück, die Berner Textilkünstlerin Monika Künti für einen praktischen Einstieg in das Projekt am 30. Januar 2024 zu gewinnen. Sie zeigte sowohl diverse handwerklich-technische als auch künstlerische Handlungsstrategien auf. Im Anschluss waren die Schüler:innen mit der Freiheit des Projektes konfrontiert. Alleine oder in Teams näherten sie sich Fragen zum Thema, die sie beschäftigen, und entwickelten von Woche zu Woche eine eigens konzipierte künstlerische Arbeit. Dabei waren sie in der Wahl der Materialien und Techniken freigestellt und bezogen von Anfang an auch Überlegungen zu einem spezifischen Ausstellungssetting auf dem grosszügigen Gelände des Seefeld-Areals mit in ihre gestalterischen Entscheidungen ein.

 

Acht Wochen später, am Abend des 26. März, wurden alle 17 entstandenen Projekte dem Publikum unserer Schule und interessierten Freunden und Familien präsentiert. Die Bandbreite reichte von Performances, die das Publikum zur Interaktion aufforderten, indem zum Beispiel Grenzen aus Papier zu überschritten werden mussten. Eine Videoinstallation führte kritisch die Abhängigkeit und das Ablenkungspotenzial von Social Media bewusst vor und in poetischen Arbeiten wurde die Essenz sozialer Gemeinschaft durch geteilte Geruchserinnerungen oder die verbindenden, allabendlichen Blicke in die Hinterhoffenster anonymer Nachbarn thematisiert.

 

Eine Jury, bestehend aus Anouk Graf (Schülerin des Schwerpunktfaches BG des 25g-Jahrgangs), Janine Strasser (BG-Lehrperson) und Niklaus Schefer (Schulleitungsmitglied und Lehrperson für Philosophie) prämierten drei ausgewählte Projekte. Die Schmuckkollektion «La RETE« von Jovita Lanz wurde aufgrund ihrer akribischen handwerklichen Expertise als auch ihres professionellen Displays gekürt, das der Präsentation eines aufstrebenden Produktdesign-Startups in nichts nachstand. Die Arbeit «Jenseits» von Nastia Horvath lockte die Zuschauer:innen in ein futuristisches Verwaltungszimmer, in dem man mittels eines Umfragebogens und einer Bild-KI über die persönliche Zukunft nach dem Tod informiert wurde. Die Polemik und die Tiefgründigkeit als auch die filmische Inszenierung in kühlem Weiss begeisterten die Jury. Die Perfomance «Fäden der Macht» von Aschwini Kuberakumar überzeugte die Jury durch die bewusst gestaltete Ohnmachts-Beziehung zwischen konsumierendem, handlungsbefugtem Publikum und der steuerbaren Künstlerin, die hier in die offen gehaltene Position einer traurigen Marionettenpuppe schlüpfte. Die ausgezeichneten Schülerinnen erhielten nebst der symbolischen Wertschätzung und viel Applaus Gutscheine der Stadt Thun. Der Abend wurde kulinarisch durch ein «ausgesponnenes» Büffet abgerundet, welches die Klasse mit viel Engagement und dem Thema «vernetzt» entsprechend vorbereitete.

 

 

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