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Jürg Barblan


Jürg Barblan


Text Marius Gränicher

 

Pensionierung Jürg Barblan 

 

Jürg Barblan ist ein Urgestein des Gymnasiums Thun. Das liegt nicht in erster Linie an seiner imposanten Postur und auch nicht an seinen pädagogischen Überzeugungen, an denen sich manche Kolleg:innen und Schulleitungsmitglieder bisweilen die Zähne ausgebissen haben. Jürg Barblan ist diejenige Lehrperson mit den meisten Dienstjahren an der Schule. Im selben Jahr, in dem Jürg zuerst als «Hilfslehrer» (damalige Bezeichnung für eine vorerst befristete Anstellung) angestellt wurde, kam es im Iran zu einem Umsturz und zur islamischen Revolution. Das war 1979. Während 45 Jahren war Jürg seither als Physik- und Mathematiklehrer im Einsatz. Zählt man seine eigenen Schuljahre am Gymnasium Schadau dazu, kommt man auf ein halbes Jahrhundert Erfahrung an unserer Schule! Kaum einer kennt diese also besser als er. 

 

Jürg hat sich in diesen Jahrzehnten unter anderem für die Positionierung der heutigen MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) eingesetzt. Im Besonderen aber für die Physik. Er war überhaupt der erste Lehrer mit Hauptfachstudium Physik an der Schule, hat eine beeindruckende Sammlung an Fachapparaturen aufgebaut und war als kantonaler Fachschaftsleiter unter anderem auch für einen modernen gymnasialen Physik-Lehrplan verantwortlich.  

 

Jürgs Feuer für die Physik und die Mathematik haben die Schüler:innen gespürt. Bis zuletzt als gern eingesetzter Stellvertreter – schon lange nach Erreichen des Pensionsalters – hat Jürg versucht, den ihm anvertrauten Klassen klarzumachen, dass man die Welt besser versteht, wenn man eine Ahnung von Physik hat und dass vor allem auch mathematisches Denken wertvoll und wichtig ist, unabhängig von der später eingeschlagenen Studienrichtung. Desinteresse oder innerliche Abwahl eines MINT-Faches haben ihn geärgert. «Fördern und Fordern» waren bei ihm keine Floskeln, sondern stets Programm.  

 

Lieber Jürg, danke für deine langjährige Tätigkeit an unserer Schule, für deine Hartnäckigkeit beim Einfordern guter Rahmenbedingungen für den Unterricht und beim Fördern und Fordern der dir anvertrauten Schüler:innen. Ich bin mir sicher, du wirst die Entwicklung der Schule und des (naturwissenschaftlichen) Unterrichts auch als Lehrperson im Ruhestand weiterhin kritisch verfolgen und begleiten.  

 
 

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Jürg Barblan


Text Marius Gränicher

 

Pensionierung Jürg Barblan 

 

Jürg Barblan ist ein Urgestein des Gymnasiums Thun. Das liegt nicht in erster Linie an seiner imposanten Postur und auch nicht an seinen pädagogischen Überzeugungen, an denen sich manche Kolleg:innen und Schulleitungsmitglieder bisweilen die Zähne ausgebissen haben. Jürg Barblan ist diejenige Lehrperson mit den meisten Dienstjahren an der Schule. Im selben Jahr, in dem Jürg zuerst als «Hilfslehrer» (damalige Bezeichnung für eine vorerst befristete Anstellung) angestellt wurde, kam es im Iran zu einem Umsturz und zur islamischen Revolution. Das war 1979. Während 45 Jahren war Jürg seither als Physik- und Mathematiklehrer im Einsatz. Zählt man seine eigenen Schuljahre am Gymnasium Schadau dazu, kommt man auf ein halbes Jahrhundert Erfahrung an unserer Schule! Kaum einer kennt diese also besser als er. 

 

Jürg hat sich in diesen Jahrzehnten unter anderem für die Positionierung der heutigen MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) eingesetzt. Im Besonderen aber für die Physik. Er war überhaupt der erste Lehrer mit Hauptfachstudium Physik an der Schule, hat eine beeindruckende Sammlung an Fachapparaturen aufgebaut und war als kantonaler Fachschaftsleiter unter anderem auch für einen modernen gymnasialen Physik-Lehrplan verantwortlich.  

 

Jürgs Feuer für die Physik und die Mathematik haben die Schüler:innen gespürt. Bis zuletzt als gern eingesetzter Stellvertreter – schon lange nach Erreichen des Pensionsalters – hat Jürg versucht, den ihm anvertrauten Klassen klarzumachen, dass man die Welt besser versteht, wenn man eine Ahnung von Physik hat und dass vor allem auch mathematisches Denken wertvoll und wichtig ist, unabhängig von der später eingeschlagenen Studienrichtung. Desinteresse oder innerliche Abwahl eines MINT-Faches haben ihn geärgert. «Fördern und Fordern» waren bei ihm keine Floskeln, sondern stets Programm.  

 

Lieber Jürg, danke für deine langjährige Tätigkeit an unserer Schule, für deine Hartnäckigkeit beim Einfordern guter Rahmenbedingungen für den Unterricht und beim Fördern und Fordern der dir anvertrauten Schüler:innen. Ich bin mir sicher, du wirst die Entwicklung der Schule und des (naturwissenschaftlichen) Unterrichts auch als Lehrperson im Ruhestand weiterhin kritisch verfolgen und begleiten.  

 
 

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