Im Juni 2024 hatten die Schüler:innen des Ergänzungs- und Schwerpunktfachs Musik gleich mehrfach die Möglichkeit, vom Wissen und der Erfahrung renommierter Musiker:innen wie Nik Bärtsch zu profitieren – und darüber zu schreiben.
Text Keziah Lalvani, 25gR, Anja Loosli
Seit einigen Jahren pflegt das Gymnasium Thun eine enge Zusammenarbeit mit dem Musikfestival «Schlosskonzerte Thun». Ende Juni 2024 hatten die Schüler:innen die einmalige Gelegenheit, einen Workshop mit dem Ausnahmemusiker Nik Bärtsch zu erleben. Die Gruppe profitierte von Bärtschs jahrelangem Know-How in so vielen Dingen rund um den Musikbetrieb. Nebst Einblicken in sein unternehmerisches Schaffen und seinen Werdegang zeigte er am Klavier seine unvergleichlichen Kompositions-Fähigkeiten.
Im Rahmen des Projekts «Junge Schreiber:innen» konnten Schüler:innen des Schwerpunktfachs Musik mit differenzierten Konzertkritiken und gut recherchierten Vorberichten Erfahrungen mit journalistischen Textsorten gewinnen. Die Texte wurden auf der Plattform «J» (ehemals Jungfrau Zeitung) veröffentlicht. Ein Beispiel hierfür ist die Kritik von Keziah Lalvani (25gR), der am Abend nach dem Workshop das Konzert von Nik Bärtsch’s Mobile im Kunstmuseum Thun besuchte.
Jazz im Kunstmuseum – ein ästhetisches Erlebnis auf höchstem Niveau
Am 28. Juni 2024 bezauberte Nik Bärtsch das Kunstmuseum Thun auf ganz besondere Weise. Die Musikstücke von Nik Bärtsch’s Mobile wurden durch Lichteffekte und die beeindruckenden Gemälde von Giacomo Santiago Rogado in einer einzigartigen Atmosphäre dargeboten, die für Spannung und Überraschung sorgte.
Das Konzert war geprägt von dissonanten und polyrhythmischen Elementen, die eine spürbare Anspannung erzeugten. Die nahtlosen Übergänge zwischen den Stücken liessen das Gefühl entstehen, zu schweben, und man konnte sich entweder in Gedanken verlieren oder einfach nur den vielschichtigen musikalischen Klängen lauschen.
Die Band «Mobile», bestehend aus Bärtsch am Klavier, Sha an den Blasinstrumenten und Nicolas Stocker am Schlagzeug, beeindruckt durch die perfekte Harmonie ihrer Mitglieder. Die Musiker waren so gut aufeinander eingespielt, dass ihre Musik zu einem grossen Ganzen verschmolz, wobei die verschiedenen rhythmischen Elemente klar aufeinander abgestimmt und miteinander verbunden waren.
Nik Bärtsch, der Pianist der Gruppe, ist für seine ungewöhnliche und sehr experimentelle Herangehensweise an das Klavier bekannt. Er verwendet verschiedene Techniken, um die unterschiedlichsten Klänge zu erzeugen, was seinen Auftritten eine einzigartige und innovative Note verleiht. Dies zeige er auch beim Konzert im Kunstmuseum. Sha, an den Blasinstrumenten spielend, ergänzt diese Klänge perfekt und brachte eine zusätzliche Dimension in die Musik ein. Nicolas Stocker am Schlagzeug komplettiert das Trio mit präzisen und fesselnden Rhythmen, die den tranceartigen Charakter der Aufführungen verstärken.
Die Vorstellung im Kunstmuseum Thun zeigte eindrucksvoll die Magie, die Nik Bärtsch und seine Bandmitglieder entfalten können. Die Mischung aus Musik, Licht und Kunst war von grosser Intensität und fesselte die Zuschauer:innen. Der gesamte Raum wurde durch die bezaubernden Klänge in eine völlig neue Erlebniswelt verwandelt, was das Konzert zu einem einzigartigen Ereignis machte.


















































